Urlaub 2021: Sal, Kap Verde

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Anreise

Wenn man einen der ersten Flüge am Morgen bucht, hat man den Vorteil, dass man bei einem kurzen Flug noch etwas vom Tag am Urlaubsziel hat. Der Nachteil, wenn man um vier Uhr am Flughafen sein muss, ist dass man dann schon sehr früh raus muss, um das pünktlich zu schaffen. Aber wenn man alles vorbereitet hat, dann ist das ja einigermaßen entspannt.

Hotelanlage
Hotelanlage

Wenn man alles gut vorbereitet. Was in der Tat etwas den Puls in die Höhe getrieben hat, war, dass ich mit meiner Packliste an alles gedacht habe, nur nicht an unsere Karten mit der Tauchzertifizierung. Und wie’s dann so ist: man findet die nicht. Dabei waren sie genau dort, wo wir sie erwartet hatten. *Phu*. Rechtzeitig gefunden. Auf geht’s zum Parkservice.

Pünktlich beim Parkservice zu sein war für uns wichtig, damit wir früh am Flughafen sind, denn: der Web-Check-In hat nämlich schon mal nicht geklappt bei TuiFly. Der Grund: gratis Web-Check-In geht bei TuiFly bei Flügen nach Kap Verde nicht. Kostenpflichtig geht! Dafür werden aber mindestens 16€ pro Sitzplatz fällig. Natürlich hatten wir im Flieger keine Sitzplätze mehr nebeneinander bekommen. Warum die nicht, wie bei anderen Fliegern, die gratis Plätze vorher vergeben können, ist mir ein Rätsel.

Strand
Strand

Dass wir im Flieger kein Entertainment haben, wussten wir ja schon. Aber es gab auch nicht mal einen USB Anschluss um vielleicht sein eigenes Gerät benutzen & laden zu können. Ein kleines gratis Getränk und ein Mini-Happen zum Essen? Leider nein. Alles kostenpflichtig. Aber das TuiFly Highlight kommt ja noch …

Wir hatten einen kleinen Zwischenstopp auf Boa Vista. Die Gäste, die nach Boa Vista reisen, verlassen dort den Flieger. Gäste, die nach Deutschland zurück wollen, kommen zu uns in den Flieger. Das Ganze erinnerte eher an eine Abi-Abschlussfahrt mit 90 Personen und zwei überforderten Lehrkräften, als an einen routinemäßigen Aufenthalt eines Linienfluges. Der kurze Stopp verzögerte sich enorm. Die verbleibenden Fluggäste mussten durchgezählt werden (Nur fünf mal oder so, weil die Leute es nicht geschafft haben mal zwei Minuten auf ihren Plätzen zu bleiben). Dann mussten alle Handgepäcksstücke verifiziert werden, damit nichts von den Boa Vista Gästen zurück bleibt.

Strand
Strand

Als man das alles geschafft hatte, kamen die Rückreiser in den Flieger. Die Ansage war klar: Einfach alle rein. Irgendeinen freien Platz suchen – egal welchen. Der Flieger ist bis auf den letzten Platz voll. Die Flugzeit beträgt weniger als 10 Minuten. Auf Sal müssen alle aus dem Flieger raus. Tja, leider waren das natürlich deutsche Touristen, die zugestiegen sind: Jeder hat erst einmal versucht, den Sitzplatz einzunehmen, der auf seinem Ticket stand. Leider waren die Plätze aber in vielen Fällen schon belegt. Was zu weiteren Diskussionen und Verzögerungen führte.

Aber sonst hat das dann geklappt? Ähhhhmmmm. Nee. Es gab da noch ein kleines Problem. Scheinbar waren einige Fluggäste, die gerne auf Sal Urlaub machen wollten, nur bis Boa Vista registriert. Somit war geplant, dass mehr Leute in Boa Vista den Flieger verlassen und eben so viele Leute heim reisen können. Wenn aber weniger aussteigen, können auch weniger zusteigen. Durchaus ein Problem bei einem Flieger, der bis auf den letzten Sitzplatz ausgebucht ist.

Strand
Strand

Lautstark hat neben mir eine vom Drama am Flughafen in Boa Vista erzählt, dass von ihrer Gruppe erst mal nur zwei in den Flieger durften, solange nicht geklärt ist, wie viel Platz am Ende jetzt nach am Flieger frei ist. Sofern ich das richtig verstanden habe, hat es diese Gruppe in den Flieger geschafft. Doch da waren noch mehr am Flughafen, die eigentlich nach Hause wollten. Nach dem ungeplant langen Stopp in Boa Vista ging es aber irgendwann weiter nach Sal. Durch die Kontrollen war man an dem kleinen Flughafen schnell durch. Ab in den Bus. Ab zum Hotel. Einchecken. Urlaub startet.

Sal, Kap Verde

Ich habe ja schon bei der Planung geschrieben, dass man auf Sal jetzt nicht unbedingt viel unternehmen kann. Von den großen Städten haben wir nicht viel gesehen (Sal hatte 2017 ca. 37.000 Einwohner und Santa Maria davon 17.000. Damit sollte man auch ein Bild davon haben wie groß die großen Städte sind). Wir sind einmal am Strand nach Santa Maria rüber, sind dort aber am Strand in einer Capi Bar hängen geblieben und haben von der Stadt selbst wenig gesehen. Ansonsten kann man sich Fahrräder ausleihen und die Insel ‚erkunden‘. Ebenso gibt’s eine kleine Quad Tour.

Sal vom Flieger aus
Vor dem Hotel

Wirklich viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht. Wenn ich kurz überlege fällt mir auch nur ein Salzsee ein, in dem man, aufgrund des hohen Salzgehaltes, baden kann wie im Toten Meer. Irgendwo auf der Insel gibt’s dann noch eine Zip-Line (evtl. auch dort bei dem Salzsee). Ja. Das war’s dann eigentlich.

Mit Wassersport sieht’s dann ein klein wenig besser aus. An zwei Tagen habe ich mal Jet Skis gesehen. Neben der Tauchbasis war bei uns am Hotel noch eine Surfschule. Kitesurfen ging dort wohl recht gut, weil eigentlich immer ein beständiger Wind ging und es doch auch immer wieder mal ein paar ordentliche Wellen gab. Wir waren natürlich tauchen 🙂

Capi Bar / Santa Maria
Krabbe

Vom Wetter her hat’s gut gepasst. Meistens so um die 26°C. Manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger Sonne. Der Wind kann unter Umständen etwas störend sein, macht den Aufenthalt am Strand aber oftmals eher angenehm. Auch wenn das Meer eigentlich recht warm ist, fühlt es sich doch an manchen Tagen etwas kälter an. Wir waren aber jeden Tag im Meer, solange man durfte. Im Gegensatz dazu waren wir nicht mal mit einer Zehenspitze im Pool. Leider war in der zweiten Woche fast immer die rote Flagge gehisst. Sprich baden im Meer war leider bei uns am Hotel untersagt. Theoretisch konnte man sich aber auch einfach vom Hotel weg bewegen und dort ins Meer hüpfen.

Tauchen auf Sal

An jeder Tauchbasis sind die Abläufe ein wenig anders. Man braucht immer kurz, um sich an die lokalen Gegebenheiten zu gewöhnen. Bei uns am Hotel war die ScubaCaribe – Diving & Water Sports Tauchbasis. Die führen wohl drei Tauchgänge pro Tag durch. Ein 2-Tank Dive am Morgen und einen Tauchgang am Nachmittag. Worauf man sich einstellen muss: Erst beim Briefing erfährt man, wo es evtl. zum Tauchen hin geht. Sprich es gibt keine festen Pläne, nach denen man sich richten kann. Wenn man also einen speziellen Tauchplatz sehen will, braucht es schon etwas Glück. Wobei auch bei der kurzfristigen Planung versucht wurde Tauchplätze anzusteuern, die die Teilnehmer bisher noch nicht gesehen haben. Je weniger Teilnehmer desto individueller kann natürlich auch auf Wünsche eingegangen werden: Solange es dann die Strömung & Sicht am Tauchspot zugelassen hat.

Tauchspot 1: Farol
Tauchspot 2: Boris Wreck

Unseren ersten Tauchgang hatten wir für den Nachmittag gebucht. Zum Kennenlernen der Tauchbasis und deren Abläufe. Nachdem das gut geklappt hat, haben wir uns für weitere Tauchgängen angemeldet. Leider standen am Ende nur fünf Tauchgänge auf der Liste. Einen weiteren 2-Tank-Dive hätten ich gerne noch dran gehängt, doch leider hat sich beim letzten Tauchgang irgendwie mein Ohr ‚verschlossen‘ und wollte sich nicht mehr öffnen. Und man will ja dann auch kein Risiko eingehen oder was dummes machen.

Tauchspot 5: White Reef
Tauchspot 3: Tres Grutas (Rückseite)

Immerhin hatten wir dann aber auch fünf verschiedene Tauchspots auf unserer Liste. Wir haben super viele Igelfische gesehen. Aber auch mal ein Hai, ein paar Rochen, Schildkröten und viele andere Unterwasserlebewesen. Wenn man sich halt immer merken könnte, was man alles gesehen hat. Insgesamt betrachtet hatten wir ganz gute Tauchgänge. Im Atlantik erwartet man jetzt auch nicht die super bunte Fischvielfalt. Ärgerlich war nur, dass sich bei mir bei einem Tauchgang bei der Rolle Rückwärts vom Boot der Schnorchel von der Brille gelöst hat. Aber unser Tauchguide konnte den vom Meeresgrund retten und mir wieder übergeben. Juhuu! Wäre ja nicht der erste Schnorchel der verloren ging beim tauchen …

Boris Wreck & Tres Grutas
Tauchspot 4: Santa Antao

Hotel Riu (Palace) Cabo Verde

Das wird jetzt nochmal ein längerer Absatz. Wo fange ich an? Als wir uns für Sal entschieden haben, war die Frage, zu welchem Hotel wir greifen. Für uns ist da auch immer eine gute Tauchbasis ein Entscheidungskriterium. So sind wir schnell auf die RIU Hotels im Süden gestoßen. Das sind aktuell drei Hotels: Das Riu Palace Santa Maria, Das Riu Cabo Verde und das Riu Funana. Wir schwankten zwischen dem Funana und dem Cabo Verde.

Hotel RIU Cabo Verde
Hotel Lobby

Hotelhistorie

So weit wir das jetzt im Nachgang uns zusammengereimt haben war es wohl so: Es gab da einige Namenswechsel bei den Hotels. Das wurde mal geschlossen. Umgebaut. Das eine unter dem Namen des anderen wiedereröffnet usw.. Zuletzt wohl 2016. (Quelle: https://worldtravlr.net/hotel-riu-palace-cabo-verde-kapverden-sal-test-erfahrungsbericht/). Es gab dann zwei Hotels. Das Riu Funana und das RIU Palace Cabo Verde. Und die Palace Hotels sind die gehobenere Klasse. Jetzt waren die Hotels eine Zeit lang wieder geschlossen und haben 2021 wieder geöffnet. Jetzt ist aber das Santa Maria plötzlich ein RIU Palace und irgendwann hat das bestehende Hotel RIU Palace Cabo Verde seinen Palace Status verloren.

Strand
Strand

Also kein Palace mehr?

Historisch findet man im Internet noch immer den Namen RIU Palace Cabo Verde. Und auch im Hotel selbst deutet noch vieles darauf hin. Ich mein: Wir haben uns am Ende selbst für das Hotel entschieden, da der Aufpreis zum RIU Funana minimal war. Wir aber weniger weit zum Strand hatten, es ein Erwachsenen-Hotel war und man viele Sachen vom RIU Funana mitbenutzen konnte. Aber irgendwie hatte man das Gefühl, dass einem das immer noch als Palace verkauft wurde, obwohl es kein Palace mehr ist. Wann der Status genau aberkannt wurde, konnte ich aber noch nicht herausfinden. Auf unserer Buchungsbestätigung war auf jeden Fall schon nicht mehr vom Palace die Rede.

Das Hotel im Einzelnen

Check-In

Aufgrund der Hotels, in denen man vorher war, hat man eine gewisse Erwartungshaltung. Ich würde jetzt sagen dass unsere Ansprüche an ein 5 Sterne RIU Hotel (welches vor kurzem noch ein Palace war) zu hoch gesteckt waren. Das Personal war super freundlich – da gab es nichts zu meckern. Vermutlich hatten wir beim Check in aber eine schlechte Zeit erwischt, da eine große Gruppe an kam. So wurde man nur mit den nötigsten Infos versorgt und man wurde dann auf die RIU App verwiesen für weitere Details. Hmm. Okay.

Capi im Hotel
Kiwi Capi / Santa Maria

Das Zimmer

Das Zimmer machte auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck. Wir hatten sogar Schnaps am Zimmer. Im Bad. Da war auch der Schrank, der Safe, der Kühlschrank und der Wasserkocher. Also ein Badezimmer kombiniert mit Küchen und Schrank. Generell hatte das Zimmer aber schon bessere Zeiten gesehen. Bei der Tür zum Balkon musste man sich schon etwas anstrengen um diese öffnen & schließen zu können. In der Dusche bröckelten die Mosaikfliesen von der Wand. Die Tür zur Toilette lies sich gar nicht komplett schließen und selbst wenn konnte man unter der Tür noch locker ein Sandwich drunter durch schieben. Vielleicht sollte das als Lüftungsschlitz dienen? Generell fand ich es seltsam, dass an allen Toiletten die Spülung für’s ‚kleine Geschäft‘ deaktiviert war. Krass fanden wir vor allem wie hellhörig das Zimmer war. Leider wurden wir so in der ersten Woche täglich von Kotzgeräuschen über uns geweckt. Immerhin war’s so weit einigermaßen sauber.

Schnaps am Zimmer
Blubberwasser zum Geburtstag

Der Strand

Der schlimmste Gang zum Strand sind die ersten beiden Tage. Denn man muss dabei an einem Weg entlang, an dem man von Einheimischen belagert wird, die einem verschiedene Ausflüge feilbieten wollen. Nach dem zweiten Tag habe sie sich das aber gemerkt, dass man kein Interesse hat. Highlight am Strand war, dass man dort mit etwas Glück Baby Schildkröten anschauen konnte.

Strand mit Blick auf's RIU Santa Maria
Baby Schildkröten

Ansonsten war der Strand sehr schön. Vor allem wenn man etwas weiter geht, bis nach der Tauchbasis, denn da waren viele Liegen mit Schirmen und gerade in der ersten Woche haben es da nur sehr wenige hin verirrt. Was wir schmerzlich vermisst haben (was wir aber im Vorfeld schon gelesen haben): Es gab am Strand keinen Service. Sprich man musste sich selbst seine Getränke holen. Natürlich ist das nicht schlimm, doch wenn man das so gewohnt ist, vermisst man das schnell. Vor allem, weil man ja nicht alle 15 Minuten zu dieser doofen Hütte laufen will an der zehn Leute anstehen. Ahhh, und weil wir schon beim Thema Getränke am Strand sind. Das Hotel sorgt sich natürlich um Nachhaltigkeit und so. Daher auch die Baby Schildkröten, die dort vor dem Hotel ausgebrütet und gerettet werden. Aber ver****** Einweg Plastikbecher am Strand verteilen!!!! Und es ist ja nicht so als hätten sie keine Mehrweg Plastikbecher am Hotel gehabt. Das war uns unbegreiflich. Wir haben dann wenigstens versucht, die Einwegbecher mehrfach zu benutzen. Was aber auch nicht immer erfolgreich war und zu Verwirrung der Angestellten führte, die das nicht nachvollziehen konnten.

Wellen
Strand

Service & Shows

Generell muss man sagen, dass der Service scheinbar noch nicht zu 100% hochgefahren war oder wir sind im Standard einfach mehr gewohnt. An der Bar in der Hotel Lobby hatte man nur selten jemanden, der einem die Getränke gebracht hatte. Nach Mitternacht gab es nichts mehr zu Essen (bei den Getränken bin ich mir nicht mehr ganz sicher). Der Pool hat bis 18 Uhr offen – Handtücher kann man aber nur bis 17 Uhr tauschen. Warum? Das Auffüllen der Minibar (mit normalen Getränken) alle zwei Tage hat auch in den seltensten Fällen geklappt. Erst gab es kein Wasser. Die erste Auffüllung erfolgte nach drei Tagen. Dann hat es zwei mal geklappt. Danach mussten wir wieder Getränke rationieren. Klar kann man sich jeden zweiten Tag drüber beschweren, doch ich verstehe nicht, wie das auffüllen eine Kühlschranks so kompliziert sein kann. Das Beste war aber, als nach einer Woche im kompletten Hotel die Coke Zero ausging. Man braucht nicht glauben, dass der Kühlschrank dann dafür vielleicht mit einer extra Sprite Zero, Wasser oder so aufgefüllt wurde. Nein, nein. Da gab es dann einfach zwei Getränke weniger.

Karte der Hotelanlage
Kaffee vom Hotel Cafe

Wir haben uns in den zwei Wochen nur zwei Shows angesehen. Wobei ’nur‘ gut ist. Denn es gab, wenn mein Kenntnisstand richtig ist, nur drei oder vier Shows. Und die wurden wöchentlich wiederholt. Die wöchentliche Wiederholung ist ja gar nicht so schlimm, das sind wir aber auch nicht anders gewohnt. Doch das man wenigstens jeden Tag ein Abendprogram hat, hätte ich schon erwartet.

Restaurant

Andere Länder, andere Sitten. Nichtsdestotrotz waren wir es bisher gewohnt, wenn wir zum Abendessen zum Restaurant kommen (egal ob Buffet oder À la carte), dass man am Eingang freundlich von einer Servicekraft empfangen wird. Es werden kurz die Gästewünsche abgefragt: drinnen oder draußen? Sonne oder Schatten? Und schon wird man zu einem passenden freien Tisch geleitet der dann auch umgehend entsprechend eingedeckt wird und nach den Getränkewünschen gefragt wird.

Hotel Anlage
Das erste Abendessen war Krieg. Man kommt zum Restaurant. Es wuseln hundert Leute herum. Die Tische waren entweder sichtlich noch belegt, sichtlich bereits verlassen oder ungedeckt. Servicekräfte huschen eilig an einem vorbei ohne uns eines Blickes zu würdigen. Dann steht man da wie bestellt und nicht abgeholt mitten im Restaurant zwischen den ganzen Gästen. Was soll’s dann setzt man sich halt an einen ungedeckten, noch etwas dreckigen Tisch und hofft, das man bedient wird. Das hat dann auch geklappt, aber – ihr wisst was kommt – das ist man eigentlich anders gewohnt. Und, nennt mich old school, aber wenn draußen dran steht, dass auf eine bestimmte Kleiderordnung Wert gelegt wird, was dann am Ende aber keinen interessiert, dann kann man das Schild auch weg lassen.

Für unseren letzten gemeinsamen Abend hatten wir dann im Pool Restaurant Santa Maria einen Tisch reserviert. Das wird abends zum Steak Restaurant. Wir haben schon eine Woche vorher reservieren müssen und einen der letzte Tische ergattert. Das muss ja arg beliebt sein. Die Vorfreude war riesig. Steak, Surf & Turf und weitere Leckereien standen auf der Karte.

Themen Restaurant
Hier wurde man dann auch wenigstens an den Platz gebracht. Auf dem Weg zum Sitzplatz hat man drinnen schon das Salatbuffet erkennen können. Wann wir wohl die Karte bekommen und gefragt werden was wir Essen wollen? Es dauerte nicht lange, bis wir feststellen mussten: Es gibt keine Karte. Und auch kein Steak. Und kein Surf & Turf. Warum? Das wenn wir wüssten. An der Rezeption haben sie auch nichts gesagt bei der Reservierung. Es gab das selbe 0815 Buffet wie im normalen Buffetrestaurant auch, nur dass man sich hier nicht mit 200 Leuten drum schlagen musste, sondern nur mit 30. Wir sind vorher noch an einem anderen Themenrestaurant vorbei, da hat das so ausgesehen, wie wir uns das vorgestellt hätten. Doch so war das die größte Enttäuschung im Hotel und natürlich ein nicht gerade perfekter Ausklang für den letzten Abend.

Fazit zum Hotel RIU Cabo Verde

Zu behaupten, dass das Hotel eine Enttäuschung war, wäre viel zu hart. Aber hat es unser Erwartungen erfüllt? Und da muss man ganz klar sagen: Nein! Ich würde jetzt nicht sagen, dass wir eine zu hohe Erwartungshaltung hatten, doch dafür, dass das bis vor kurzem noch ein First Class RIU Palace Hotel war, hatte man sich wenigstens so viel ‚Luxus & Service‘ erwartet, wie man es von andere Hotels bisher auch gewohnt war. Uns fehlt auf den Kap Verden jetzt natürlich der Vergleich, doch wenn wir nochmal dort hin reisen würden, würden wir vermutlich zu einem anderen Hotel greifen. Immerhin war das Cafe ein kleines Highlight im Hotel.

Hotel Cafe
Hotel Cafe

Abreise

Die Abreise war kurz und schmerzlos. Wir hatten uns für den Rückflug Sitzplätze reserviert. Da hatten wir keine Lust drauf, dass wir wieder getrennt irgendwo sitzen. Am Hotel wurden wir pünktlich abgeholt. Am Flughafen mussten wir dann etwas Zeit tot schlagen, weil man natürlich für die Größe des Flughafens viel zu früh abgeholt wurde. Wir waren frühzeitig in München. Die Koffer kamen flott. Der Parkservice war nach wenigen Minuten da. Ab nach Hause!

Pool bei Nacht
Hotel Eingag RIU Funana

Fazit

Hey! Wir waren im Urlaub! Was will man da aktuell mehr? Von daher möchte man sich eigentlich auch nicht beklagen. Sal war eigentlich ein gutes Urlaubsziel für uns dieses Jahr. Eine Insel, auf der man nichts verpasst, wenn man nichts anschaut. Es ist warm. Man hat ein tolles Meer und man kann tauchen. Wir sind halt viel am Strand am Meer gelegen und haben die Seele baumeln lassen. Vom Hotel und TuiFly waren wir jetzt nicht so begeistert. Da hätten wir uns ein wenig mehr erwartet. Trotz allem war es ein guter Urlaub.