Geburtstagswoche: Etappe 2: Efteling

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Erster Meilenstein 2023: Ein Land besuchen in dem ich noch nicht war. Okay. Ich habe von Holland in etwa so viel gesehen wie bisher von Frankreich. Da waren wir auch nur im Disneyland. Zweiter Meilenstein 2023: Einen Freizeitpark besuchen, in dem ich noch nicht war.

Diorama
Diorama

Anfahrt

Von unserem Hotel in Köln aus waren es – theoretisch – nur zwei Stunden bis Efteling. Das war auch der Grund für den Zwischenstopp in Köln. Ich wollte einfach nicht um drei Uhr morgens wieder sieben Stunden im Auto sitzen und dann noch einen Tag im Freizeitpark rum laufen. Da ist man ja dann immer total kaputt. Die Anfahrt von Köln hat schon gereicht, denn eines habe ich nicht bedacht. Wenn wir Montag früh um acht Uhr in Köln los fahren, was haben wir denn da? Richtig. Berufsverkehr. Und das nicht zu wenig. Obwohl es recht zügig auf die Autobahn ging hat es sich trotzdem ordentlich gestaut.

Baustelle
Baustelle

Holland hingegen war ein Traum. 100 km/h auf der Autobahn. 98% der Fahrer halten sich dran. Das war eine gemütliche Autofahrt. Und so kamen wir dann auch relativ entspannt am Parkhotel an und das auch nur wenige Minuten nachdem der Einlass für Hotelgäste geöffnet wurde.

Efteling

Attraktionen

Wir sind natürlich direkt vom Auto in den Park über den Eingang für Hotelgäste. Wenige Minuten später standen wir vor einem großen Adler. Na dann rein mit uns. Vogel Rok. Eine Dunkelachterbahn. Das war ein guter Start in die Freizeitparksaison 2023. Wir wollten uns ja eigentlich erst mal mit dem Park vertraut machen. Wir mussten aber schnell feststellen, dass der Park ganz schön weitläufig ist und das es scheinbar im Januar nicht so viele Leute in den Park zieht.

Vogel Rok
Joris en de Draak

Wir waren dann schon in einem Bereich – ist glaube ich kein Märchenwald – wo wir gefühlt die einzigen Gäste waren. Das war wie ein „Lost Place“. Verwinkelt. Kleine Häuschen. Wald. Nebel. Mensch wäre das eine Hammer Location für ein Halloween Event. Als wir dort dann wieder raus gefunden haben sind wir gleich in die nächste Attraktion: Villa Volta. War natürlich ein Mad House. Die finden wir ja in jedem Freizeitpark sehr zuverlässig.

Villa Volta
Raveleijn

Nachdem in der Ecke dann scheinbar die anderen Attraktionen wegen Umbau geschlossen waren und die Lokomotive gerade im Bahnhof stand, sind wir mit der historischen Lok zur zweiten Haltestelle gefahren. Darf ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Lok aufgrund der Fahrzeit ca. 25 Minuten pro Runde braucht und das die maximale Wartezeit war, die wir bei diesem Parkbesuch theoretisch gesehen haben.

Laafendorf
Laafendorf

Am Hauptbahnhof angekommen, den sie nebenbei bemerkt schön gestaltet haben, machten wir uns direkt auf in die nächste Bahn: Die Python. Selten eine Achterbahn gesehen die so leichtläufig gefahren ist. Die zwei Loopings, die Schraube und die flotte Kurve bergab sind ganz nett. Schöne Achterbahn. Nebenan war dann gleich die Holzachterbahn Joris en de Draak.

Laafendorf
Laafendorf

Zur Holzachterbahn habe ich schon auf Facebook einen Beitrag geteilt:
Die Holzachterbahn war nämlich lange wegen Renovierung geschlossen, daher hatten wir uns schon damit abgefunden, dass diese vermutlich nicht offen haben wird. Wenige Tage vor unserem Besuch dann die Meldung: Die Achterbahn hat wieder geöffnet. Yeah! Nur um vor Ort dann festzustellen, dass die Bahn witterungsbedingt leider nicht in Betrieb genommen wird.
Manchmal läuft es einfach nicht. Oder eben doch. Denn als Geburtstagsgeschenk, war die Holzachterbahn dann am zweiten Tag im Betrieb! Was wir auch gleich genutzt haben. Das war gut so, denn am dritten Tag blieb sie wieder geschlossen. Hat mich auf jeden Fall gefreut, dass wir die auch schon fahren konnten.

Phyton
Der fliegende Holländer

Wir wollten dann eigentlich zum Baron. Doch aufgrund der fehlenden Ortskenntnis und der Bauarbeiten im Park sind wir da etwas unglücklich gelaufen. Long story short. Wir sind glaube ich erst alles andere gefahren. Fata Morgana, Max & Moritz und dann weiter zum Baron. Fata Morgana ist so eine Themen-Wasserfahrt. Max und Moritz zwei kleine Achterbahnen die entgegen gesetzt fahren. Wenn nix los ist, kann man einfach von der einen in die andere Bahn wechseln ohne anstehen zu müssen.

Bahnhof
Dampfkarussell

Das aktuelle Parkhighlight ist glaube ich der Baron 1898. Eine Divecoaster wie wir ihn schon vom Heide-Park oder dem Gardaland kennen. Ist nett thematisiert und hat noch eine schöne Fahrstrecke hinten raus. Man traut es sich gar nicht zu sagen: Am Mittwoch Nachmittag stand zeitweise NIEMAND an. Wir sind hin. Direkt in die erste Reihe. Und weil nur wenige – für die erste Reihe natürlich – nach kamen, sind wir einfach in die dritte Reihe nach hinten gerückt und nochmal gefahren.

Baron 1898
Baron 1898

Wenn man das erste Mal in einem Freizeitpark ist, gibt es so viel zu entdecken. Die großen Attraktionen, die kleinen Attraktionen, die versteckten Details. Und selbst wenn man schön öfter da war: Irgendwas entdeckt man immer, was man vorher nicht gesehen hat. Und zum Entdecken gibt’s wirklich viel. Alleine der Märchenwald. Der kriegt unten noch einen extra Absatz 🙂

Im Märchenwald
Im Märchenwald

Irgendwann haben wir auch den 4D Film Fabula mal angeschaut. Da wird gar nicht gesprochen, von daher lässt sich der schön gucken. Der Film ist super nett gemacht und ich war total begeistert – vor allem von der Unterwasserwelt. Der Ausgang vom Film führt dann in das Fabula Restaurant, das entsprechend thematisiert ist. Sehr cool!

Fabula Restaurant
Fabula Restaurant

So. Was habe ich noch vergessen. Klar: Symbolica: Palast der Fantasie. Das war die Attraktion mit der längsten Wartezeit. Aber mehr als 15 Minuten sind wir da glaube ich auch nie gestanden. Die Wagen fahren auf unsichtbaren Schienen (wie bei Ratatouille im Disneyland). Es gibt drei verschiedene Farben die man fahren kann mit unterschiedlichen Wegführungen und Elementen. Das war echt cool gemacht und vor allem drinnen. Kein Wunder, dass die Attraktion so gut besucht wurde.

Symbolica
Symbolica

Damit wären wir mit den wichtigsten (geöffneten) Attraktionen durch. Was wir noch gemacht haben: Einmal mit der Pagode nach oben gefahren um uns ein wenig Überblick über den Park zu verschaffen. Wir sind auch einmal mit der Schnekenfahrt Monorail über das Laafendorf gefahren. Und auch das Carnaval Festival (It’s a small world ride) musste Simone über sich ergehen lassen.

Kleine Show im Märchenwald
Symbolica

Herzstück: Märchenwald

Der Märchenwald bildet in der Tat ein Herzstück in dem Park. Ich habe schon wieder vergessen wie viele Märchen dort dargestellt werden aber es waren glaube ich mehr als zwei dutzend. Selbst wenn man sich die vorgeführten Märchen nicht anschaut, ist man eine ganze Zeit unterwegs, bis man alle Ecken den Märchenwaldes erkundet hat. Man will ja auch schließlich nichts auslassen

Zum Märchenwald
Im Märchenwald
Im Märchenwald
Im Märchenwald

Wenn wir eine Märchenwald-Statistik hätten, würde die vermutlich preis geben, dass wir den kompletten Märchenwald abgelaufen sind. Ich glaube das alleine hat fast zwei Stunden in Anspruch genommen. Und dabei sind wir vielleicht nur bei fünf oder sechs Märchen mal kurz stehen geblieben. Wenn man dann noch im Laafendorf ein wenig rum rennt und kurz durch das Museum geht ist gleich der halbe Tag rum und man ist noch gar nichts gefahren.

Im Märchenwald
Laafendorf
Im Märchenwald
Deko-Ofen

Essen im Park

Verhungern und verdursten muss man im Park nicht. Alleine im aufgebauten Winterland gab es zahlreiche Stände mit Essen und Getränken. Aber wenn man sich für ein schönes drei Gänge Menü im Restaurant angemeldet hat, schlägt man sich natürlich nicht im Park den Bauch voll. Von daher haben wir da relativ wenig gegessen. Am letzten Tag haben wir mal so eine Frikandel und ein paar Pommes bei Max & Moritz geholt.

Poffertjes
Heiße Schokolade

An meinem Geburtstag gab es eine große Zuckerwatte und eine Zimtschnecke. Worauf wir die Tage nicht verzichtet haben war eine schöne Tasse heiße Schokolade mit Sahne – ideal bei dem kalten Wetter. Absolutes Highlight waren aber die Poffertjes. Bist du deppert. Die hätte ich Schüsselweise verdrücken können. Wir hatten am erste Tag welche mit Marmelade und weißer Schokolade. Ab dem zweiten Tag haben wir auf ‚Beilagen‘ verzichtet und lieber mehr von den Poffertjes genommen. Ich würde Poffertjes mal als kleine Pfannkuchen beschreiben die mehr so wie Kaiserschmarren sind. Sau lecker auf jeden Fall.

Zuckerwatte
Deko

Weitere Highlights

So. Was habe ich vergessen, was unbedingt noch erwähnt werden muss. Ich glaube die ‚Papierkörbe‘ verdienen noch eine Erwähnung, die laut rufen „Papier hier“ (oder so). Da gibt’s wohl einige im Park verteilt. Ich glaube wir haben nur die Hälfte entdeckt.

Papierkorb
TEXT

Im Park ist auch ein kleines Parkmuseum. Da ist man zwar auch fix durch, doch da kann man sich einen kleinen Eindruck verschaffe, wie der Park sich über die Jahrzehnte so entwickelt hat. Natürlich sind wir da auch einmal durchgelaufen.

Was wir leider nicht machen konnten, war die Abendshow, da diese leider unter der Woche nicht stattfand. Die hätte mich durchaus noch interessiert. Vielleicht bekommen wir das bei einem nächsten Besucht mal hin.

Efteling
Efteling

Ebenfalls nicht mitgenommen haben wir die Wasserfontänen Aquanura Show. An den ersten beiden Tagen hatten wir die nicht am Schirm und am dritten Tag wollten wir auch nicht bis nach Parkschluss bei der Kälte verweilen. Das muss aber eine der größten Wassershows ihrer Art sein. Hmm. Das gucken wir dann auch beim nächsten Mal. (Ich sehe schon wir haben da noch einiges vor uns)

Baron 1898
Baron 1898

Das Hotel

Check-In / Check-Out

Ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll. Beim Check-In? Den gab’s nämlich nicht. Man hat in der Efteling App an sich schon alle Daten angegeben und konnte dort den digitalen Zimmerschlüssel aktivieren. Am Nachmittag konnte man dann dort Zimmernummer abrufen und per Bluetooth die Tür aufschließen. Das hat auf den ersten Versuch nicht so gut geklappt (vor allem da wir die Hände mit Gepäck voll hatten), doch mit ein wenig Übung war die Tür dann fix offen. Und wenn wir schon beim Check-In sind, machen wir doch gleich mit dem Check-Out weiter. Wollt ihr raten? Den gab es auch nicht. Man geht einfach rechtzeitig. Damit erklärt sich auch wie viel wir mit dem eigentlich Hotelpersonal an der Rezeption zu schaffen hatten: Nichts.

Efteling Hotel
Pagode vom Hotelzimmer aus

Das Hotel

Zum Hotel selbst gibt’s dann gar nicht so viel zu sagen. Vor dem ersten Abendessen sind wir ein paar Minuten früher runter, um uns ein wenig umzusehen, doch so richtig was zum Anschauen gab’s da gar nicht. Das Hotel von außen einmal geknipst. Die Lobby war nicht groß und war eher eine funktionale Verbindung zwischen den Restaurants, der Bar und der Rezeption. Also eigentlich recht unspektakulär.

Efteling Hotel
Efteling Hotel

Das Zimmer

Dafür gab es immer Zimmer etwas mehr zu entdecken. Wir hatten das ‚Komfortzimmer für 3 Personen‘. Wir hatten ein großes cooles Sofa. Ob da eine dritte Person hätte drauf schlafen sollen, kann ich leider nicht sagen. Der Fernseher war hinter einen Vorhang versteckt. Den Vorhang konnte man dann um die Ecke ziehen und somit das Fenster verdunkeln. Ansonsten viele Kleinigkeiten: Auf dem Tisch stand ein Spiel. Im Schrank ein kleines paar rote Schuhe (ist teil des Spiels) und hinter dem Bett schaute eine kleine Maus hervor. Das Badezimmer war schön groß mit einer großen Dusche. Im Bett konnte man hervorragend schlafen und es gab auch eine kuschligere Wolldecke.

Efteling Hotelzimmer
Efteling Hotelzimmer

Frühstück

Das Frühstück war okay. Es gab einen Kaffeevollautomaten wo man sich die üblichen Getränke ziehen konnte. Natürlich gab’s auch Tee. Saft beschränkte sich auf Orangensaft & Apfelsaft. Generell würde ich sagen findet sich da jeder was beim Frühstück. Ich bin ja da eher so „der süße Typ“ während Simone zum Frühstück auch gerne mal Eier mit Speck isst. Die Anforderungen wurden erfüllt.

Bahnhof
Max & Moritz

Das Restaurant: De Hoffelijke Heraut

Der höfliche Herold. So heißt das Restaurant wohl. Sagt Google. Wir hatten im Vorfeld, ja auch über die App, schon einen Tisch für’s Abendessen reserviert. Man konnte sich entweder von den Gerichten einzeln was bestellen oder man hat sich das komplette Menü zum Vorzugspreis gegönnt. Beim Menü konnte man sich dann jeweils zwischen fünf Gerichten sein Menü zusammenstellen. Am ersten Abend haben wir zusätzlich noch Brote bestellt. Die Wartezeit zwischen den verschiedenen Gängen war relativ kurz würde ich sagen.

Vorspeise: Matonella-Schinken
Vorspeise: Vitello Tonnato

Wir haben auf die zwei Tage versucht ein paar verschiedene Sachen zu probieren. Jedes Gericht, welches uns aus der Küche serviert wurde, war ein Gaumenschmaus. Kein Wunder, dass wir uns am zweite Tag dann gleich wieder auf das Abendessen gefreut haben. Aufgrund ihrer Histaminintoleranz hätte Simone statt zu der Käseplatte aber vielleicht auch eher zu einer Süßspeise greifen sollen.

Vorspeise: Lachs
Nachspeise: Käseplatte

Was ist besonders gut am Restaurant gefallen hat: Das war nicht so groß. Damit waren es auch nicht so viele Leute und es war nicht so laut. Es ist halt doch was anderes als ein Buffetrestaurant, wo man ständig ein Gewusel und viel Lärm hat.

Hauptspeise: Lachs
Hauptspeise: Steak

Geburtstag in Efteling

Wenn man sein Geburtsdatum bei der Reservierung angibt, kann man sich sicher sein, dass das dann auch überall prominent hinterlegt wird. Im Hotelzimmer gab es schon zur Begrüßung eine Karte. Beim Abendessen am ersten Abend meinte der Kellner am Empfang auch gleich: „Oh, Sie haben ja morgen Geburtstag“.

Joris en de Draak - extra für mich geöffnet :)
Nachspeise: Schokoladen-Lava-Kuchen

Und auch beim Frühstück war das natürlich vermerkt. Unser Tisch war mit Luftschlangen und Luftballons geschmückt. Zudem gab’s eine Tüte mit Fähnchen, Girlanden und weitere Gimmick. Die Krone durfte ich dann beim Frühstück gleich tragen und es gab einen Button zum anheften, so dass jeder sehen konnte: Heute habe ich Geburtstag. Viele der Parkmitarbeiter, die diesen Button entdeckt haben, haben dann auch noch gratuliert.

Nachspeise: Weiße Schokolade
Nachspeise: Apfel

Fazit

Ich wollte ja in einen Freizeitpark, in dem wir noch nicht waren. Wer konnte ahnen, dass da im Januar gar nichts los ist? (Wartet mal auf den Phantasialand Bericht). Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass im Park mehr Mitarbeiter als Besucher waren. Wir sind im Park somit super durch gekommen und konnte uns auch in aller Gemütlichkeit den Märchenwald und das Winterdorf ansehen ohne das wir auf reichlich Fahrspaß in den geöffneten Achterbahnen verzichten mussten. Im Nachhinein hätten es zwei Tage auch getan, doch das hätte ja den ganzen Plan wieder über den Haufen geworfen und wenn wir mal ehrlich sind: Wenn man eine Nacht in einem Hotel verbringt ist man ehrlich gesagt nicht wirklich angekommen.

Restaurant Fabula
Papierkorb

Wir haben uns im Park, im Hotel und im Restaurant auf jeden Fall sehr wohl gefühlt. Nachdem nicht alle Attraktionen geöffnet waren und der Park ja ganz schön ist, haben wir gesagt, da werden wir mal in einem Sommermonat nochmal vorbei schauen. Vermutlich aber erst 2024 oder später, wenn dann auch die neue Attraktion fertig ist.

Und am Ende noch die restlichen Bilder die ich oben einfach nirgends mehr unterbringen konnte 🙂